Weißdorn

Der Weißdorn begleitet den Menschen schon lange. Zu einer Zeit, als Deutschland noch größten Teils aus Wald bestand und der Mensch ihm mühsam Ackerland abrang, schützte der Weißdorn ihn und sein Vieh.. Dazu umgab der Weißdorn Siedlungen und Gehöfte häufig als Hecke und hielt so wilde Tiere fern. Auch vor übernatürlichen Gefahren sollte er schützen. Da diese Pflanze schon  seit langer Zeit in Gesellschaft mit dem Menschen lebt, ist es nicht verwunderlich, dass ihr viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Einige konnten belegt werden, andere betrachtet man heute eher mit einem Augenzwinkern.

Steckbrief

Botanischer Name:

Crateagus monogyma (Eingriffliger Weißdorn), Crataegus laevigata (Zweigriffliger Weißdorn)

 

Weitere Namen:

Heckendorn, Hagedorn, Mehlbeerbaum, Mehlbeere, Zaundorn

 

Pflanzenfamilie:

Rosengewächse (Rosaceae)

 

Standort:

Nicht anspruchsvoll was den Boden angeht, braucht jedoch Sonne; zu finden in Laub- und Kiefernwäldern, am Waldrand, auf Lichtungen, in Hecken und auf Streuobstwiesen

 

Verwendete Pflnazenteile:

Blüten, Blätter, Früchte

 

Sammelzeit:

Mai - Spätherbst

Blüten: Mai - Juni; Blätter: Mai - September; Früchte: ab September

Beschreibung

Standort:

Auf der Nordhalbkugel ist der Weißdorn recht häufig anzutreffen. Vor allem als Hecken- und Zaunpflanze ist er bekannt, denn er wurde häufig zum Schutz um ein Gehöft herum gepflanzt. Auch in Parkanlagen wird er häufig kultiviert.

Der Weißdorn mag sonnige Standorte mit einem feuchten und nährstoffreichen Boden. Dort bildet er für gewöhnlich viele Blüten aus.

 

Allgemeines:

Bei dem Weißdorn handelt es sich um einen sommergrünen Baum oder Strauch. Die Baumkrone ist kugelig. Er kann bis zu 10 m hoch werden, ist reich verzweigt und an den Ästen besitzt er ca. 2 cm lange Dornen. Die Rinde von jungen Ästen ist glatt und besitzt eine olivgrüne bis dunkelbraune Farbe. Später bildet der Weißdorn eine stark schuppige Borke aus.

 

Blätter:

Das Laubblatt wächst wechselständig und besteht aus Blattspreite und Blattstiel. Es ist zwischen 3 - 7 cm lang und 2,5 cm breit.  Die Blattspreite des Weißdorn ist eiförmig und vorne meistens dreilappig. Der Blattrand ist  unregelmäßig gesägt. Die Oberseits der Blätter ist dunkelgrün, während die Blattunterseite heller ist. Oben wie untern ist das Laubblatt kahl, nur an den Blattnervenwinkeln sind kleine Haarbüschel vorhanden.

 

Blüten:

Ab Mai erscheinen zahlreiche weiße Blüten. Sie stehen in einer Trugdolde zusammen. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Außerdem sind sie zwittrig. 

Die Blüten sind im Durchmesser etwa 8 - 15 mm groß. Neben den fünf weißen Blütenblättern, sind zahlreiche rote Staubblätter vorhanden. Je nach Art sind ein (Eingriffliger Weißdorn) oder zwei (Zweigriffliger Weißdorn) vorhanden. Dies waren ursprünglich die vorherrschenden Weißdornarten. Da der Weißdorn sich leicht wild kreuzt, sind inzwischen regional viele Unterarten vorhanden.

 

Früchte:

Ab September erscheinen 8 - 10 mm lange Apfelfrüchte. Sie sind rot und eiförmig. Bei dem eingriffligen Weißdorn ist ein Steinkern vorhanden, während der zweigrifflige Weißdorn 2 Steinkerne besitzt. Die Früchte sind essbar. Vom Geschmack her sehr mehlig und säuerlich.

Info´s auf einen Blick


Geschlecht:

Zwittrig 

 

Bestäubung:

Fliegen